Reichelsheim

Naherholungsgebiet Bergwerksee

Zwischen den Reichelsheimer Stadtteilen Weckesheim und Dorn-Assenheim entstand aus dem letzten Wetterauer Braunkohletagebau (Abschnitt VII bis 1991) das heutige Naherholungsgebiet "Bergwerksee".

Diese Seite befasst sich mit der aktuellen Entwicklung des Bergwerksees. Mehr zur Historie und zur Entstehung dieses Sees lesen sie hier.

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Blick auf den Bergwerksee im Sommer 2016. In Blickrichtung hinter dem See liegt Dorn-Assenheim, rechts im Vordergrund Weckesheim. Im Hintergrund kann man die Skyline von Frankfurt erkennen.

Das gesamte Areal des Bergwerksees umfasst heute ca. 70 Hektar und ist mit einem dichten Heckengürtel umsäumt. Um den 30 Hektar großen See führt auf der Ostseite ein Wander- und Radweg, der die jeweils alten Teilstücke der ehemaligen Kreisstrasse K177 zwischen Dorn-Assenheim und Weckesheim verbindet.

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Von 2011-2014 wurden am Westufer Erdmassen unter anderem von der Horloffrenaturierung verkippt.

Der See wurde in der Vergangenheit von der Bevölkerung freizeitlich genutzt. Surfer und Badende sind in den Sommermonaten regelmässig anzutreffen.

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Blick über den Bergwerksee von der südöstlichen Uferseite.

Die Stadt Reichelsheim versucht das Seegelände zu entwickeln. Verschiedene Ansätze auf eine gemischte Nutzung zwischen Freizeit und Naturschutz stießen bei der Bevölkerung auf Ablehnung. Während Surfer und Badgäste die Freizeitaktivitäten verteidigten, gingen Anwohner auf die Barikaden, gründeten die 'Bürgerinitiative Bergwerksee'. Sie will sich dafür einsetzen, dass der Bergwerksee im Wesentlichen durch die regionale Bevölkerung genutzt werden kann und der Ausbau des Sees zu einem 'Freizeitmekka' abgelehnt wird.

2015 wird von der Stadtverordnetenversammlung die 'Satzung über die Nutzung des Naherholungsgebietes Bergwerksee' erlassen. Sie sieht dier Nutzung des Bergwerksees zum Schutz und Erhalt von Flora und Fauna, sowie der Erholung, Freizeitgestaltung und sportlichen Betätigung vor. Die Uferbereiche dürfen allerdings wegen Abrutschgefahr nicht betreten werden. Die Nutzung der Wasserfläche ist grundlegend untersagt. Weiter werden Bußgelder festgelegt: 30 Euro zahlt, wer beispielsweise mit Modellbooten oder Modellflugzeugen unterwegs ist oder Verunreinigungen herbeiführt. 100 Euro Strafe werden bei Mißachtung des Schwimm-, Tauch und Surfverbots fällig. Wer offene Feuer betreibt oder Feuerstellen anlegt, zahlt 200 Euro Strafe.

Im Sommer 2016 wurde das Seegelände bzw. die Wasserfläche zur Hälfte eingezäunt. Grund dafür ist eine mögliche Gefährdung von Besuchern durch Erdrutsche, die nach Untersuchung von Geologen immer noch möglich seien - vor allem in den aufgefüllten Bereichen.

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Die Westseite des Bergwerksees wird 2016 eingezäunt.


Ab 2019 sollen Hilfspolizisten die satzungsgemäße Nutzung des Bergwerksees überprüfen und ggf. Bußgelder verhängen. Nach wie vor gilt, dass Teile des Ufers abrutschen können und damit Menschleben gefährdet werden. Der Zaun, der dazu um die Westseite der Seefläche errichtet wurde, wird von Besuchern ignoriert und die Flächen werden trotzdem betreten. Ein weiteres Problem sind die Hinterlassenschaften der Besucher. Vielfach wird Müll rund um den See zurückgelassen. Außerdem werden Feldwege und Zufahrten zugeparkt - ein Problem vor allem in der Erntezeit für die Landwirte.


Downloads

Satzung der Stadt Reichelsheim über die Nutzung des Naherholungsgebietes 'Bergwerksee'




Quellen: Stadt Reichelsheim, Wetterauer Zeitung
Bilder: Alexander Hitz



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