Reichelsheimer Geschichte

Die Absetzer

Auf dieser Seite schauen wir uns die in den Wetterauer Braunkohletagebauen verwendete Absetzertechnik etwas näher an. Ein sogenannter 'Absetzer' ist ein auf Raupenketten oder Gleisen fahrendes Grossgerät mit einem langen Bandausleger.

Über den Absetzer wurde in der Regel Abraum (also das Deckgebirge über der Kohle) auf der ausgekohlten Seite des Tagebaus oder Halden verkippt. Der Abraum wurde dem Absetzer von einem oder mehreren Bagger(n) über ein 120 Zentimeter breites Transportband zugeführt und über den sogenannten 'Bandschleifenwagen' übergeben. Über den langen schwenkbaren Ausleger wurden die Erdmassen auf der Kippe halbkreisförmig verteilt. Als Hilfmittel sind in der Regel Planierraupen tätig, um ein Planum für das Fahrwerk des Absetzers herzustellen.

Neben dem Verfüllen des ausgekohlten Tagebaus wurde auch Abraumhalden mit Mutterboden aufgeschüttet, die erst später planiert wurden, nachdem sich das aufgefüllte Gelände gesetzt hatte.

Auf der sogenannten 'Innenkippe' des Tagebaues kam meist ein auf schienen fahrender Absetzer mit integriertem Bandwagen zum Einsatz. Er stand direkt über dem Abraumband und wird mit diesem auch entsprechend weitergerückt.

Auf der Außenkippe kamen Absetzer auf Raupenfahrwerken zum Einsatz.

Die Absetzer wurden von der Maschinenfabrik Buckau-Wolf in Grevenbroich, sowie der Weserhütte in Bad Oeynhausen in Zusammenarbeit mit Orenstein und Koppel gebaut.

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Absetzer verkippten den von Schaufelradbaggern gewonnenen Abraum auf der Kippenseite des Tagebaus. Über Förderbänder wurde der Abraum transportiert. Über einen sogenannten Bandschleifenwagen wurde der Abraum an den Absetzer übergeben.
Dieter Mößer

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Die Absetzer-Seite des Tagebau VI bei Reichelsheim (links Innenkippe mit gleisgebundenem Absetzer, rechts Aussenkippe). Drei Absetzer verfüllen den ausgekohlten Teil mit Abraum aus dem Tagebau VII zwischen Weckesheim und Dorn-Assenheim. Vom Tagebau VI südwestlich von Reichelsheim ist heute nichts mehr zu sehen. Er wurde komplett aufgefüllt und rekultiviert.
Alexander Hitz

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Bis zu 65m lang und 260 Tonnen schwer waren die Absetzer, die zum Versturz des Abraumes eingesetzt wurden. Der Größenvergleich wird klar, wenn man die Person links vor der Raupenkette beachtet. Teilweise saßen die Absetzer auch auf einem Gleissystem (siehe Bild oben).
'Heuchelheim - Einblicke in die Geschichte', Jean Bourdin

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Die Absetzer wurden von LMG in Lübeck, sowie der Weserhütte in Bad Oeynhausen gebaut. Im Bild ein Absetzer im Tagebau II/III bei Weckesheim.
Bergbauverein Weckesheim

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Gleisgebundener Absetzer mit integriertem Bandschleifenwagen. Er wurde von der 'Maschinenfabrik Buckau-Wolf' gebaut. Die Gleise verliefen links und rechts des Förderbands, der Absetzer stand direkt über dem Band.
'Über Tage', Bildband der WZ

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Absetzer im Tagebau VI auf der obersten Sohle. Direkt hinter dem Absetzer liegt die Ortslage von Reichelsheim. Der Tagebau "wandert" in Richtung Dorn-Assenheim.
Bergbauverein Weckesheim

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Absetzer beim Auftragen von Mutterboden auf der ausgekohlten Seite des Tagebau VI bei Reichelsheim. Links im Bild sieht man den Maschinenraum des Absetzers, der auch als Gegengewicht für das Absetzband diente.
Bergbauverein Weckesheim

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Blick vom Absetzer auf das planierte aufgefüllte Gelände bei Reichelsheim. Im Hintergrund ist der Braunkohlebunker an der Landstraße Reichelsheim-Weckesheim zu sehen.
Bergbauverein Weckesheim

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Die Kanzel des Maschinenführers war mittig auf dem Absetzer angeordnet. Von dort aus hatte er das schwenkbare Absetzband im Blick und konnte auch in Richtung Band und Bandwagen (rechts teilsweise im Bild) blicken.
Rudolf Zentgraf




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